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Unternehmenssteuer Reform 2008

Veranstaltungsbericht

Unternehmensteuerreform 2008

Dr. Franz Kühn, Steuerberater

am Dienstag, 30. September 2008, 19:30 Uhr, im Reiterhof

In seinem kurzweiligen und sehr interessanten Vortrag erläuterte Dr. Franz Kühn die Unternehmenssteuerreform 2008 und die Abgeltungssteuer ab 2009. Die Auswirkungen auf die betriebliche Praxis wurden detailliert vorgestellt.

Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 werden folgende Ziele verfolgt:

  •  - den Steuerstandort Deutschland attraktiv machen
  •  - Deutschland im internationalen Steuerwettbewerb stärken
  •  - Wachstum und Beschäftigung verbessern
  •  - Steuerrecht systematisieren und damit vereinfachen

Für Kapitalgesellschaften ist wohl am wichtigsten, dass der Körperschaftssteuersatz von 25% (bis 2007) auf 15% (ab 2008) gesenkt wurde. Damit werden diese Betriebe deutlich entlastet.

Weiter wurde die Gewerbesteuer neu strukturiert. Einnahmen unter dem neuen Freibetrag von € 24.500,- sind gewerbesteuerfrei (der frühere Staffeltarif entfällt). Über dem Freibetrag wird eine einheitliche niedrige Gewerbesteuer¬messzahl von 3,5 % (früher Staffelung von 1 % bis 5,0 %) angewendet; Damit wird zusammen mit dem Hebesatz der Kommune von z. B. 380 % die Gewerbesteuer berechnet.

Für Personengesellschaften wurde der Anrechnungsfaktor auf 3,8 angehoben (bisher 1,8) (als Vielfaches des Gewerbesteuermessbetrags),  a b e r  es kann nur höchstens die real entrichtete Gewerbesteuer von der Einkommenssteuerschuld abgezogen werden. Für Personengesellschaften, die Einkommensteuer zahlen, ist also ein kommunaler Hebesatz von bis zu 380 % „steuerneutral“ für den Betrieb, weil die an die Gemeinde gezahlte Gewerbesteuer bei der Einkommenssteuer abgezogen werden kann.

Die Begrenzung „…höchstens die real entrichtete Gewerbesteuer …“ wurde im Vortrag und in der Tischvorlage nicht benannt. In nachträglichen Diskussionen konnte dieser Punkt geklärt werden. In der Anlage finden Sie Beispielrechnungen für einen Hebesatz von 330 % und 380 %. Beide Hebesätze führen bei einer Personengesellschaft zur gleichen Steuerlast aus Gewerbe- und Einkommensteuer.

Für Gemeinde und Staat ergeben sich allerdings Unterschiede zwischen 330 % und 380 % Hebesatz. Was die Gemeinde hier an Gewerbesteuer nicht erhebt, geht eins zu eins als Einkommensteuer an den Staat. Ein Hebesatz von z. B. 330 %) reduziert also die Gewerbesteuereinnahmen der Kommune und erhöht die Einkommensteuer für den Staat im gleichen Maße. Bei einem Hebesatz von 380 % ergibt sich die maximale Gewerbesteuereinnahme für die Gemeinde, ohne dass die Personengesellschaft insgesamt mehr Steuern zahlen müsste.

Zur Abgrenzung sei noch gesagt, dass ein Hebesatz von über 380 % (also z. B. 400 %) zu einem Mehr an Gewerbesteuer und zu einem Mehr an Steuerbelastung für die Personengesellschaft führt.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen bei Ihren betriebswirtschaftlichen Überlegungen zu dienen.

Gegenüberstellung_Hebesätze_300%_330%_und_380%.pdf

Unternehmensteuerreform_2008.pdf

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