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Tricky oder hinterfotzig?

Tricky oder hinterfotzig?

Johann Hiebl
Martin Nützl

07.06.2014

Streit über wörtliches Zitat im Sitzungs-Protokoll – Martin Nützl: "Das hab ich nicht gesagt"

Teising. Bei jeder Gemeinderatssitzung genehmigen die Räte meist als erstes das Protokoll der vorigen Sitzung. Üblicherweise ist dieser Tagesordnungspunkt rasch abgehakt. Nicht so jedoch am Donnerstag bei der Sitzung im Teisinger Gremium. Dabei kam es zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen Bürgermeister Johann Hiebl (CSU/Teisinger Liste) und Gemeinderat Martin Nützl (FW). Streitpunkt: eine angebliche Aussage von Nützl, die im Protokoll wörtlich zitiert wurde. "Tricky" habe er gesagt, "hinterfotzig" steht im Protokoll.

Das wollte Nützl nicht auf sich sitzen lassen: "Das hab ich nicht gesagt. Ich hab ,tricky’ gesagt." Und das bedeute "heikel, trickreich oder kompliziert. Hinterfotzig ist nicht mein Sprachgebrauch." Er wollte bei der vorigen Sitzung deutlich machen, dass es eben "tricky" sei, dass manche Änderungen in der neuen Geschäftsordnung der Übersichtlichkeit wegen von der Verwaltung rot markiert, andere Änderungen aber gar nicht markiert wurden.

Der Bürgermeister widersprach Nützls Beteuerung, nicht "hinterfotzig" gesagt zu haben: "Es ist aber gehört worden. Beide Verwaltungsangestellten haben das ganz sicher gehört. Sie haben mir das bestätigt. Und das ist keine faire Bezeichnung für die Verwaltungsarbeit. Das lass ich nicht auf der Verwaltung sitzen." Kämmerer Manfred Hechenberger erklärte: "Das Wort ist gefallen. Und bei der Wahrheit muss man bleiben." Dem stimmte auch Geschäftsführerin Katharina Brandl zu.

Doch Nützl blieb dabei: Er habe nicht "hinterfotzig" gesagt. Gemeinderat Florian Maier meinte, er habe das Wort zumindest nicht wahrgenommen. Auch der Redakteur, der die Sitzung für den Anzeiger verfolgt hatte, hat nicht gehört, dass das Wort gefallen wäre. "Soll das hinterfotzig im Protokoll bleiben?", fragte Nützl. "Ja, weil ich zwei Zeugen habe", antwortete Hiebl. "Ich stelle den Antrag, das rauszunehmen." – "Wir können es auch eskalieren lassen." Schließlich kam es zur Abstimmung: Nützls Antrag wurde mit drei Gegenstimmen der FW abgelehnt. "Hinterfotzig" bleibt also im Protokoll stehen. Ob es gesagt wurde oder nicht.− wöl

 

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Dokument erstellt am 2014-06-07 02:53:59